Archiv für April 2008

Helsinki die 3.

Das letzte Konzert unserer diesjährigen Helsinki-Serie war auch das meiner Meinung nach beste. Wir spielten alles im klassischen Bandformat, mit zwei sich gegenüber sitzenden Drummern:

Koni Mahagony und Prinz Rebreg: Drums
DJ Flumroc: Bass, Gesang
DJ M T Dancefloor: Gitarre, Gesang

GastmusikerInnen waren Stina Galaxina (Gesang und Gitarre), Jane Foxxxy (Gesang) und Matthew Youtube (Klavier).

Ich war zum ersten Mal seit langer Zeit nervös vor einem Auftritt, ich hatte ja auch schon lange keine Gitarre mehr gespielt. Und dann noch gleichzeitig singen, uiuiui. Wir hatten nicht gerade viel geprobt, so dass die Lieder nicht direkt vom Rückenmark kamen sondern noch ein bisschen Gedächtnisleistung verlangten. Ich wusste aber glücklicherweise noch alle Akkorde, nur nicht die Reihenfolge und welche bei welchem Lied.

Das erste Set war quasi warm up und holperte noch ziemlich, hatte aber irgendwie auch seinen Reiz. Coolerweise steigerten wir uns – und mit uns das Publikum – bis zum Ende des dritten Sets beträchtlich. Besser als umgekehrt. Die Leute tanzten ab, wie 1979 zu The Clash (nehm ich an)

DJ Chiri Moya erledigte dann den Rest. Leider vergass ich sie anzusagen, wie letzte Woche DJ Malik. Tschuldigung.

Anderntags rief mich Flumroc an: „Die Karre stand die ganze Nacht mit weit offenen Türen und Kofferaum vor dem Laden“. War aber nichts geklaut. Das erinnerte mich an ein schönes Konzert in Ulm, wo wir nach dem Konzert in der Pufferbar unsere Koffer neben dem ebenfalls unabgeschlossenen und mit geöffneten Türen dastehenden Auto stehen liessen und Schnaps trinken gingen.

Danke an alle, die da waren und mit uns feierten. Schön, dass auch die Bumuro-Leute aus Burgdorf und Matze und Kathrin aus Konstanz mit dabei waren. Schönen Dank auch an Tom und die Helsinki-Truppe, ihr seid super und Euer Club ist grossartig!

Bis zum nächsten mal. Ich freu mich schon auf mein DJ Set nach Knarf Rellöm, Guz und Bernadette La Hengst.

MTDF

ENDI

leistet einen wichtigen beitrag zur vergrösserung der real existierenden wahrheit. und zwar genau hier. nur etwas gilt es bei der kritik zu korrigieren: hätten bands wie wir nach der ersten probe eine bookingagentur, wir hätten heute noch keine. alles andere stimmt1, v.a. ist jetzt klar, was auf den tape release dieser band folgt.

  1. auf dreistellige gagen müssen wir leider beharren. bei zweistelligen gagen blieben bei zwei bandmitgliedern ja auch nur je eine einstellige. [zurück]

DER SPRUCH DES …

…ich würde sagen Jahres…

nach unserem ein-Song-Auftritt in der Schüür in Luzern – 15 Bands coverten je ein Lied einer Luzerner Band – stand ich (MTDF) mit ein paar Equipment-Teilen vor der Tür und wartete. Ein paar Jugendliche wollten in den Club rein, einer hatte aber keinen Ausweis, und Zutritt war erst ab 16. Da die Türsteher ihm nicht glaubten, dass er 16 sei, kam er nicht rein.

Einer der Freunde des Zurückgewiesenen regte sich extrem auf und sagte zu einem der Türsteher:

„Hey, was willst Du eigentlich?! Ich sehe dass er 16 ist, Du siehst dass er 16 ist, warum lässt Du ihn nicht rein? Das ist echt wie mit den Juden in Deutschland 1960!“

Da kommt doch einiges zusammen.

Das Konzert war lustig.

Heksinki die 2.

Wie gesagt, ich bin krank. Entsprechend war für mich das Konzert etwas nebulös. Mr. Soul waren sehr gut. Bei unserem Set haben uns Skor und Showdown spontan mit ihren Rapkünsten unterstützt. Weil wir im dritten Set mit Mr. Soul rumimprovisiert haben, hatten beide Bands vorher ein Set in normaler Konzertlänge gespielt (man weiss ja nie wie’s wird). Darum war es auch ein langer Abend. Das dritte Set war lustig, ich war aber tatsächlich schon ziemlich hinüber. Ich merkte erst gar nicht, dass angefangen wurde, weil ich dachte es lief eine Platte. Die haupstächliche Kommunikation fand über bpm-Zahlen statt, um mehr oder wendiger fliessende Übergänge zu machen. Die Leute nahmen das ganz gut auf, soviel ich mitbekam.
Danach Sorgte DJ Malik für gute Stimmungen und Schwingungen. Ich war etwas neidisch auf seinen Adidas-Trainer mit aufgesticktem Malik Logo. Sowas will ich auch (mit aufgesticktem MTDF-Logo).

Ich freu mich sehr auf’s nächse mal, wenn wir den ganzen Abend im klassischen Bandformat spielen. Ich hoffe, die Proben haben sich gelohnt, bis jetzt läuft es fantastisch. Für mich persönlich wird’s dann bestimmt besser, sofern ich nicht an etwas anderem erkranken sollte.

Heute abend geht’s nach Luzern, wo 15 Bands je ein Lied von verschiedenen Luzerner Bands covern. Eine lustige Idee, finde ich. Wir machen eine Trance-Version (tägädä tägädä etc.) der Ballade „Goodbye Suicide“ von Mothers Pride.

bestz MTDF

Zwischenspiel im El Lokal

Tinguely dä Chnächt, der auch auf unserer Platte zu hören ist, hatte uns eingeladen ins El Lokal, wo er gerade den Montag hosted. Da Flumroc keine Zeit hatte, gab es ein Set von M T Dancefloor und Tinguely. Weitere Gäste waren der Rapper Skor und der rappende DJ Showdown. Zuerst spielten Mr. Soul, mit denen wir heute Abend im Helsinki das Programm bestreiten werden.

Die Vorbereitungen waren relativ kurzfristig, Tinguely und ich bereiteten ein paar Beats vor und schlussendlich trafen wir uns alle am Tag des Auftritts im Saalschutzproberaum. Ich hatte verschlafen, aber meine Laune war bestens, weil es am Tag des Sechseläutenfests regnete. Lächelnd und mit Schadenfreude im Herzen machte ich mich also auf den Weg zu den anderen.

Die Probe war sehr lustig und es versprache ein trashiger Abend zu werden. Wir hatten leider keine Zeit für Soundcheck, weil ich nochmals in den Proberaum zurückmusste, um Sachen zu holen, von denen wir dann auch die Hälfte tatsächlich benötigten.

Mr. Soul spielten sehr Prog-Rockig und Lukas war eine Mischung aus Hardcore (ohne T-Shirt und headbangend) und Hippie (ohne Schuhe). Die Vorfreude auf unser gemeinsames Konzert von heute stieg und stieg.

Unser Set war eine Mischung aus grösstenteils Old-School Rap, (inkl. Namen buchstabieren) mit ein paar eingeflochtenen Halbplayback Saalschutzstücken und einem Vortrag über Rhythmustheorie und Beatbasteln, bei welchem mich Lukas von Mr. Soul mit seinen fundierten Kenntnissen untersützte. Das ganze hat saumässig Spass gemacht und ich war sehr beeindruckt vom Können der Rapper und DJ Showdown. Jane Foxxxy unterstützte mich bei Defendin‘ Disco Dancin‘. Nach dem Konzert bekam ich einen Rosenstrauss geschenkt und vom Chef des El Lokal gab es für alle eine Mitarbeiter-Mütze.

Jetzt bin ich krank. Liegt das an der Schadenfreude vom Montag? Die Konzerte heute und morgen finden jedoch statt.

MTDF