Archiv für April 2008

Helsinki die 1.

Gestern war das erste Konzert der Helsinkiklub-Serie mit Special Surprise Guest Big Zis im dritten Set. War super. Sie hat mit ihrem Maschinengewehr-Rap alle weggeballert. Danach wurde im besten Club Zürichs zu DJ Crownpropeller abgefeiert (dieser spielt übrigens den bärtigen Cop in diesem Videoclip. Na, woran erinnert der?). Alles in allem ein gelungener Auftakt.

Auch ein Clip mit Cop: hier

Nachtrag Nachtrag

Was sonst noch gut zu wissen ist (zum Prahlen an Szenepartys):

Der eine Drummer von unserer Rockband trägt den Künstlernamen „Prinz Rebreg“. Er war ebenfalls Drummer bei der Reunion-Version der Band Fear of God (der Link verweist auf eine Tribute-Page). F.O.G. gründeten sich 1986 und lösten sich 1988 auf. 2002 gab es besagte Reunion, mittlerweile ist die Band wieder aufgelöst.

Unseres Wissens kam es zu Verhandlungen mit Mike Pattons Label Ipecac Recordings für eine Veröffentlichung. Die Band soll aber abgelehnt haben, weil von Labelseite zu viel reingeredet wurde, z. B. bezüglich des Artworks.

Der Kreis schliesst sich nun insofern, als dass wir auf der Tribute-CD „The End of The fear of God“ (veröffentlicht 2004 auf dem Berliner Label Tochnit Aleph, TA048) einen Remix des Songs „Pelzfotze“ beisteuerten, welcher auf der 1988 erschienen selbstbetitelten 7″ von Fear of God (Temple of Love Records, TOL001) releast wurde. Der Remix war eine Zusammenarbeit mit der Band Bloodstar, deren Sänger und Gitarrist Rolf Brunner auch Betreiber des Labels Desert Engine ist, auf welchem 2004 die Vinyl Version unseres Albums „Das ist nicht mein Problem“ erschien (DE009). Auf „The End of The Fear of God“ finden sich zahlreiche VertreterInnen der internationalen Noise- und Experimental-Musikszene, einer breiteren Öffentlichkeit am bekanntesten sind darunter wohl Mike Patton und Kid 606.

Der Text von „Pelzfotze“ äussert sich, wie der Titel erahnen lässt, in abfälliger Weise über pelztragende Frauen:

heut hab ich wieder mal eine gesehen-
oh wie vornehm sie doch gehen-
nerze, biber und sogar tiger-
müssen dran glauben, oh wie ist mirs zuwider!-
alte weiber die kaum mehr atmen-
nachher gibt’s dann noch nen fetten braten-
unschuldige tiere erdulden tod und pein-
oh ihr fotzen, wie ist euer verstand doch klein!

(Abschrift von der 7″-Hülle)

Unseres Wissens gefiel dem Fear of God Sänger Erich Keller (hier ein Link zu seinem Musikblog) die Bloodstar/Saalschutz-Version gut, was uns natürlich freute. Andere in das Projekt Involvierte wollten Rolf Brunner davon überzeugen, unseren Part (0:41 – 0:58) aus dem Remix herauszuschneiden, weil dieser sonst „zu mainstreamig“ oder „zu poppig“ sei. Er lehnte allerdings ab, worauf der Remix in der vorliegenden Form veröffentlicht wurde:

Hier das Originalstück:

Fear Of God:
Osi – Drums + Screams
Dave – Bass + Backup Vocals
Tschösi – Guitar + Screams
Eric – Vocals + Disgusting Noises

All lyrics by Eric

Weihnachten in Würzburg…

… war schön.

v.a. die letzten vier sekunden sind sehr aussagekräftig :D

video von yasu

Nachtrag

Zum Thema „Saalschutz als Rockband“: Wir haben das schon mal gemacht, letztes Jahr im wunderbaren Helsinki Klub in Zürich. Als wir da Band des Monats waren (4 Wochenden im Mai) spielten wir ein Set in klassischer Bandformation, aber mit zwei Drummern, die sich gegenübersassen seitlich zum Publikum (sah geil aus). Wir hatten nach hinten gegelte Haare, Sideburns, coole Klamotten und Vintage-Instrumente (sah geil aus).

Es gibt eine einzige Aufnahme (damals mit einem Drummer), von Mein Pop Dein Pop, welche auf dem Sampler „Rage against Abschiebung“ zum gleichnamigen Festival des bayerischen Flüchtlingsrats veröffentlicht wurde (VÖ: 10.10.04).

Wie man hört, ist es etwas garage-rockig geworden und es hat einen schönen Elvis-Hall auf der Stimme.

Wir wissen nicht, ob es eine Live-Aufnahme von dem Konzert geben wird. Aber alle die sich dafür interessieren, können sich an folgenden Angaben orientieren, wo nebenbei auch aufgezeigt wird, bei wem wir was klauen. Wenn ihr die Augen schliesst und euch das vorstellt, wird es genau so sein, wie wir es spielen. Es sind noch nicht alle Songs eingeübt, aber bis jetzt zeichnet sich ab:

wir spielen:

Saalschutz, den ganzen Tag
im Rhythmus von „Lust for Life“ von Iggy Pop oder etwa „Sweet Gwendoline“ von Die Ärzte

Das Lied mit den Suggestivfragen
im Stil von „Helicopter“ von Bloc Party (war auch für die Version auf „Saalschutz macht’s möglich“ das Vorbild)

Defendin‘ Disco Dancin‘ leicht angelehnt an „Dancing Shoes“ von den Arctic Monkeys

Shake that ass wie alles von Primus

Leererer, inhaltsloserer Ausdruck als schnelle Disco New Wave Nummer (vielleicht ähnlich wie „Square Circle Triangle“ von Test Icicles) mit Break in der Mitte wie London Calling von The Clash.

etc.

bei einigen Liedern sind wir uns noch nicht einig.

Wenn es gute Aufnahmen gibt, kommt hier auf alle Fälle was rein.

EGOTRONIC REMIX

Wir waren geschockt von Torsuns Ultimatum. Da wir gerade noch an einem Remix für die Rockformation Diskokugel „arbeiten“ (seit ca. 94 Monaten) und mit Vorbereitungen für unseren Gig als Rockband im Helsinki Klub beschäftigt sind, werden wir das wohl nicht ganz schaffen.
Vielleicht lässt sich ja downloadtechnisch was machen.
Da insbesondere der hier schon so gut wie unübertreffbar geworden ist, ist es eh fraglich, ob es unseren noch braucht. Wenn eine zündende Idee und nichts dazwischen kommt, wird das Ding hier in den nächsten 237 Wochen eingestellt.