DAS MELT UND DER AUDIOLITH PARKPLATZ RAVE

Der Ausflug zum Melt war eine tolle Sache. Wir fuhren zuerst am Donnerstag mit dem Zug nach Leipzig, um bei einer Freundin aus Zürich zu übernachten und ihre neue, bald fertig renovierte, supertolle Wohnung im Westen der Stadt zu besichtigen und zu fühlen, was Neid bedeutet.

Am Freitag fuhren wir per Mietauto aufs Melt. Glücklicherweise hatte Jens von Proton für alle Bands und HelferInnen Backstagebändel klargemacht, was vieles erleichterte. In der Nähe des Eingangs sahen wir schon Lars und die Hafenklang-Truppe ein Zelt aufbauen unter tatkräftiger Mithilfe von Plemo, Rampue und Egotronic. Wir halfen mit, und trotzdem stand das Ding auch irgendwann, und es sah alles sehr vielversprechend aus, so dass wir aufs Festival konnten, um ein paar Bands anzusehen.

Mich interessierten v. a. Late of the Pier:

Leider war der Sound todbeschissen. Später bei Zoot Woman war das viel besser. Dieses Lied klang z. B. fast so klar und perfekt, als ob es Playback wäre:

Stuart Price finde ich seit diesem Remix aus dem Jahr 1999 toll, auch wenn mir nicht alles gefällt, was er produzierte, und ich fand es klasse, ihn mal live sehen zu können.

Andere Bands fand ich eher einschläfernd. Im Gegensatz etwa zu Torsun langweilten mich Booka Shade gleich von Beginn weg zu Tode. Ich dachte erst, es würde in der Umbaupause Konservenmusik laufen, als ich feststellte, dass ein Drummer zu diesem meiner Meinung nach undefinierbaren Geblubber spielte. Vielleicht tue ich der Band aber auch Unrecht, denn ich blieb tatsächlich nur sehr kurz, und es kann ja auch sein, dass ich sie bei anderer Gelegenheit gut finden würde – wird ja was dran sein an ihrem Erfolg.

Meine Hoffnung, dass ich nach der Band schlafbereit wäre wurde jedoch zunichte gemacht vom Red Bull Floor, hinter welchem wir unseren Zeltplatz hatten. An besagtem Floor wurde fast die ganze Nacht ordentlich geballert.

Anderntags machten wir uns also entsprechend frisch auf den Weg zum Audiolith Rave. Glücklicherweise nahmen uns die netten Herren von Frittenbude mit ihrem Auto mit, so dass wir unseren Superparkplatz auf alle Fälle behalten konnten und unseren Kram trotzdem nicht zu Fuss schleppen mussten.

Schnell aufbauen und kurz nach 13 Uhr fing die Frittenbude auch schon an mit ihrem harten Raveshit. Das war echt eine coole Sache und ich denke, die Band wird noch grosse Erfolge feiern können. Ich freu mich auch schon, nach ihnen und Juri Gagarin aufzulegen, wenn sie im Herbst nach Zürich kommen. Es hatte auch ordentlich Leute und das Publikum wurde im Verlaufe des Nachmittags immer zahlreicher.

Danach waren Plemo & Rampue dran. Unglaublich, wie geil das klingt. Seit den RPM Lovesystem Releaseshows im April/Mai, wo ich das zum ersten mal so hörte, bin ich begeistert vom Plemo Update. Plemo zeigt jetzt auch endlich seine blauen Haare, ich finde es gut, dass er darauf verzichtet sie in diesem unnatürlichen Blond zu färben.

Als drittes sind wir an der Reihe und es ist eine Freude, all die druchdrehenden Leute zu sehen. Bei Tag zu spielen macht eigentlich echt Spass, denn ich seh normalerweise wegen Nachtblindheit und Kurzsichtigkeit nur undetailliert, was das Publikum so treibt und ich fand das alles sehr beeindruckend. Für Bestechungszwecke haben wir Rosen und Süssigkeiten mitgebracht. Die Leute ihrerseits haben sich Leitpfosten von der nahen Strasse besorgt und verwenden sie als eine Art nicht leuchtende und nur unter grossem Kraftaufwand knickbare Mega-Knicklichter, wobei die Reflektoren viel Partyfeeling verbreiten. Andere crowdsurfen auf einem Gummiboot. Wir mussten das Konzert mal unterbechen, weil das Zelt fast zum Einstürzen gebracht wurde, was sehr unangenehm gewesen wäre. Totaler Wahnsinn. Sorry, dass wir Tausendsassaesk und Defendin‘ Disco Dancin‘ nicht mehr spielten, denn leider gab es ein Missverständnis, zwischen uns und Dealer Thomas Heck, so dass dieser anfing aufzulegen, während wir ein Audiokabel suchten. Nächstes mal wieder…

Egotronic machen den Abschluss und raven auch härtest ab. Sie spielen sogar ein neues Lied am Anfang mit Rampue. Super. Leider geht bei Endi irgend ein Gerät kaputt, ich weiss noch nix näheres. Das hängt wohl irgendwie auch mit den Leuten zusammen, die im Verlaufe das Nachmittags die Bühne stürmen.

Während der ganzen Aktion wurde wacker Wodka Gurke ausgeschenkt und sich zu Gemüte geführt. Ich hab genau gesehen, dass Produkt C.E.O. Artur den Löwenanteil vernichtete.

Hier noch drei Bilder, die das ganze schön illustrieren:

MELT1

MELT2

MELT3

(Alle Fotos von Chrissie. Hier gibt’s mehr)

Nach den Konzerten leg ich noch etwas auf und wechsle mich dabei ab mit Dealer Thomas Heck. Cool ist, dass die Leute ziemlich lange bleiben und abtanzen.

Später gehen wir zurück ans Festival, wir kucken aber nicht mehr wirklich viel an, weil es anfängt in Strömen zu regnen. Sehr schade. Ich hab Bonde do Role verpasst und vieles anderes aus Brasilien, was mich interessierte. Mist. Danke an Grrr für den Essensgutschein. Das war lebensrettend.

Schlaf gibt’s trotzdem wenig (Red Bull Floor).

Am nächsten Tag geht’s früh raus, weil wir noch meine CD Player beim Hafenklang Truck abholen und das Mietauto zurückbringen müssen, um danach den Zug um 16 Uhr nach Zürich zu erwischen.

Als kleine Dreingabe legte ich am Montagabend noch in der tollen Bosch Bar auf bis Morgens um 6, so dass sich am nächsten Tag kleine Müdigkeitserscheinungen einstellen.

Superdanke für das ganze Hallo geht an Proton Jens, die beteiligten Bands, natürlich die Partygäste und meinen Mitmusikanten Flumroc, der die Idee zu dem Ganzen hatte. Ebenso an Lars und die Hafenklang Crew Thomas, Bernd, Marc, etc. (ich weiss leider gerade nicht mehr alle Namen) sowie die Leute an der Bar. Ebenso natürlich extrasuperdanke an die Technikerin Beata, die unter nicht ganz einfachen Bedingungen alles geregelt hat und die Ruhe selbst war.

Es war mir eine Freude! Bis dann, MTDF

Nachtrag:

Von Endi kam per Mail die Erklärung: „meine bassstation oder mein keyboard ist gleich beim 2. song abgekackt, hat natürlich tierisch genervt. habs noch nicht wieder ausprobiert, angst.“

Dann hoff ich, dass das Ding bald wieder am Start ist, was es auch sein möge.


2 Antworten auf „DAS MELT UND DER AUDIOLITH PARKPLATZ RAVE“


  1. 1 Jan 23. Juli 2008 um 14:03 Uhr

    Habe leider den Parkplatz-Rave verschlafen, dabei habe ich allen Zeltnachbarn das Event schmackhaft gemacht…

  1. 1 für mich solls heute acid regnen… « im*moment*vorbei Pingback am 22. Juli 2008 um 23:57 Uhr
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