Archiv für August 2009

BEIM PRODUZIEREN

gibt es vieles, was beachtet werden muss. Etwas vom Wichtigsten überhaupt ist dabei, dass man die Übersicht behält und z. B. alle Spuren klar beschriftet. DER TANTE RENATE hat dieses Vorgehen vor rund 20 Jahren erfunden und demonstriert anhand von Gesangsspuren, die er mit mir aufgenommen hat, wie es gemacht wird:

HAMBURG

wetter ist scheisse. aber endlich gibt´s mal schlechtes bier.

ICH BIN FAST VORBEREITET

Jetzt geht’s ins Studio, um mit FLUMROC zusammen den letzten Song auf Zack zu bringen. Danach Platten und CDs zusammenpacken und auf geht’s nach Hamburg.

Morgen ist der ersten Studiotag bei DER TANTE RENATE, wo es in erster Linie darum geht, die Sachen einzusingen und abzumischen, da und dort Änderungen vorzunehmen, Dinge einzufügen, etc.

Ich freu mich schon riesig. In den letzten zweieinhalb Jahren ist einiges gegangen und wir haben viele sehr spassige Konzerte gespielt. Das Touren, das Auflegen und verschieden relativ zeitaufwendige sonstige Spassaktionen führten dazu, dass das Liederschreiben etwas vernachlässigt wurde. Ich hatte diesbezüglich auch ein nennen wir es „organisatorisches Problem“, schrieb Textfetzen auf irgendwelche Fresszettel, die ich noch am gleichen Tag verlor. Oder mein Computer, in welchem ich Entwürfe festhielt machte schlapp, etc. Das hat mich nicht gross gestört, weil ich dachte, dass die besten Ideen (oder was ich dafür halte) zurückkehren. Leider weiss ich nicht, ob das stimmt. Manches kam zurück, manches nicht, ich weiss nicht, ob die besten Ideen darunter sind.

Jedenfalls führe ich seit ein paar Wochen eine Art Notizbuch, das ich immer dabei hab – ich kam nicht selbst drauf, es wurde mir geschenkt :) Die Texte, die ich selbst für die gelungensten halten, oder mindestens die Ansätze dazu, fallen mir nämlich oft wie aus heiterem Himmel ein, irgendwo in der Strassenbahn oder so. Ich tippte sie manchmal ins Handy ein, aber irgendwann ist der Speicher voll. Oder ich dachte „schreib ich zu Hause auf“ und vergass sie.

Das Notizbuch ist bis jetzt zu einem Drittel voll. Da meine Ausarbeitung von Texten in erster Linie darin besteht, wegzustreichen, sind aus den Notizen vorerst mal drei Texte entstanden, und vieles ist Überschussmaterial, was vielleicht nie Verwendung finden wird.

So weit so gut, ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Bis dann! MTDF

INSGESAMT

stehen 2,2 Songs. Einer komplett. Einer mit 2/3 Text und einer mit Instrumental und wenig Text.
Am Freitag abend geht es dann nach Hamburg, um bei Mastermind DER TANTE RENATE den Gesang aufzunehmen, das zu mischen und alles bis zur Unkenntlichkeit zu zerstören!
Ich freu mich!

MTDF

Danach geht es in kleinen Portionen weiter: 3, 4 Songs basteln, nach Hamburg fliegen, aufnehmen, abmischen.
Wir haben gemerkt, dass wir nicht z.B. 10 Songs aufs mal hinkriegen innert kurzer Frist, das Texten und Einpassen der Texte, auf welches ich (fast) immer grossen Wert gelegt habe und (fast) immer noch lege, braucht einfach seine Zeit. Auch mal was wegstreichen und so.
Der Vorteil: Das Zeug wird vielfältiger. Wir haben tolle Gitarren- und Vocalsamples drin, neue fette Synths und es klingt bis jetzt sound- und gesangsmässig ziemlich anders als bei den ersten beiden Alben, die sich – zumindest meiner Meinung nach – auch ziemlich deutlich voneinander unterscheiden. In der Hinsicht bin ich bis jetzt sehr zufrieden. Nur vom 4/4-Takt mögen wir nicht abweichen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Chose einigen Leuten gefällt. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Chose einigen Leuten nicht gefällt.

TÜBINGEN

war fantastisch. Die Security hat zwar latent genervt, war aber wenigstens freundlich zu den Leuten. Es war also kein Vergleich zu Stuttgart. In 99% der Fälle ist zwar alles in Ordnung, aber wenn nicht, ist das doch jedes mal mühsam. Wir kommen wohl nicht darum herum, diesbezüglich mal unseren Rider anzupassen.

Wir haben neben der Bühne gespielt auf einem kleinen Podest, um die Umbaupause zu verkürzen. Mit der Zeit gingen die Leute hoch, um auf der Hauptbühne zu tanzen. Dann wurden sie – wie gesagt freundlich – aber unnötigerweise runtergebeten und die Hauptbühne abgesperrt. Es stand da nix mehr rum was empfindlich war, jedoch hätten die Kabel angeblich kaputtgehen können (???). War schade wegen der Stimmung, aber irgendwie wurde es bis zum Ende doch wieder geil. 2 Zugaben und fertig war die Sause.

Interessant fand ich, dass soweit ich sehen konnte einige Leute tanzten, wie in einer Disco, also in Grüppchen zueinander und nicht unbedingt gegen die Bühne gerichtet. Es kam auch dazu, dass jemand wünschte, wir sollen dies und das Lied „auflegen“. Das passiert hin und wieder, warum auch immer. Wenn der live gespielte Sound aus der Anlage so klingt, als würde eine Platte laufen, brauchen wir wenigstens nicht länger die Jazzschule zu besuchen.

Von den Bands davor hab ich nicht viel gesehen, wie so oft, wenn wir selbst spielen. URLAUB IN POLEN hab ich leider ganz verpasst, hatte aber dafür eine nette Unterhaltung mit den beiden. Bei BONAPARTE ging es sehr wild zur Sache. Gute Show, ausrastendes Publikum. Dann dachten wir schon, dass alle heim gegangen wären, weil nur noch einige da standen als wir dran waren. Kamen dann aber die meisten wieder rein zum weiterfeiern. Das liegt wohl am Rauchverbot.

Danke an alle die da waren, inklusive Michael vom OBSTWIESEN und die charmanten Ravespinners, die wir in Stuttgart kennenlernten.

Anderntags ging ich ins EXIL um die Show von SKOR mit den Gästen SHOWDOWN, TINGUELY, und andere anzuschauen. Es wurde Druck gemacht, sehr schön! Die genannten featuren wir dann am 12.09. in der GESSNERALLEE. Da freu ich mich schon riesig drauf.

Und jetzt geht’s gleich ins Studio. Lieder basteln. Das bis jetzt angefangene Zeugs klingt schonmal sehr vielversprechend.

Bis dann, MTDF