OBSTWIESENFESTIVAL – ZWISCHEN LOBESHYMNE UND ERLEBNISBERICHT

Vorneweg: Kommt vorbei – Obstwiesenfestival – Dornstadt/Ulm 22.-24.8.2013 – Umsonst & Draussen – Facebook Event

Als ich die Anfrage bekam, einen Text über das Obstwiesenfestival zu schreiben, freute ich mich sehr: Eine Lobeshymne würde es werden, verdient, leichtes Spiel, mit vielen Anekdoten gespickt. Ich legte mir auf einer langen Zugfahrt den Text im Kopf zurecht, während des Konsums völlig überflüssiger Filme. Die Abgabe an die Redaktion des Intro Magazins scheiterte zwar nur an der Realität, aber sie scheiterte (Ein an unser Potsdam-Konzert angehängter Urlaub in Berlin mit allen Nebenwirkungen, kaputte Tastatur, die Hitze, dieses und jenes). Anscheinend kein grosser Verlust für die Welt, der Text erschien auch ohne meinen Beitrag. Das Problem ist nur: Die Liebe, Anerkennung und Begeisterung und all die Erinnerungen, die müssen raus.

Also nichts wie raus damit:

Zum ersten mal in Kontakt mit dem Obstwiesenfestival kamen der Herr Flumroc und ich über die Person von RALF. Es begab sich, dass wir auf der Webpräsenz des oben erwähnten Intro Magazins eine Kleinanzeige aufgaben: „Band sucht Gig an Offday zwischen Heilbronn und Halle“. Das war im April 2004, wir waren auf Tour mit „Das ist nicht mein Problem“ (kann man hier seit kurzem wieder auf CD kaufen). Es meldete sich ein RALF, der sagte, wir könnten in der „Pufferbar“ in Ulm spielen, als Vorband von The Jancee Pornick Casino. Nun, die Definition von „zwischen“ kann offensichtlich grosszügig ausgelegt werden (Die Veranstalter am nächsten Tag in Halle waren übrigens not amused, wir kamen ca. 5 Stunden zu spät). Aber das ist alles egal – Es war ein toller Abend mit super Essen, aufmerksamen Gastgebern (Cora und Klaus, die später den Eden Club aufgemacht haben), vielen Getränken und einem Verriss in der lokalen Presse. Leider konnte ich den nicht mehr finden. Genausowenig wie irgendwelche Bilder zu den Obstwiesenfestivals. Fazit 1: Ich werde diesen Abend nie vergessen. Fazit 2: Ich bin ein wirklich schlechter Archivar. Wie auch immer, wir sind seither mit besagtem Ralf befreundet. Und wie sich später herausstellen sollte, ist er auch in dieses ominöse Obstwiesenfestival involviert. Bis heute wissen wir nicht, was er da eigentlich genau treibt.

Die Jahre vergingen, ziemlich genau 5 an der Zahl, die Wut der Hallenser war inzwischen (hoffentlich) verraucht und auch sonst drehte sich die Welt weiter, als wir 2009 zum ersten mal am Obstwiesenfestival auftraten. Das hiess „Audiolith Wiesenrave“ und ging mit Rampue & Ira Atari sowie One Foot in da Rave über die Bühne. Damals war unsere zweite Platte „Saalschutz machts möglich“ (in allen Formaten vergriffen) bereits 3 Jahre alt und wir hatten von der nächsten erst „Der Widerspruch“ geschrieben. Aber die Leute kamen trotzdem und es war ein hervorragender Abend. Es ist lange her, wir sprachen den geistigen Getränken zu und vieles ist verschwommen. Aber ich weiss noch: es fühlte sich gut an, wir wurden herzlich aufgenommen, es regnete in Strömen und wir hatten es mit Musikenthusiasten zu tun. Vom-Scheitel-bis-zur-Sohle-Style. Fazit 3: Das Obstwiesenfestival ist etwas einmaliges, etwas wahres, gutes und schönes. Ein Gratisfestival, mit viel Liebe gestaltet und mit einem Booking, das sich qualitativ hinter keinem der „grossen“ Festivals zu verstecken braucht. Leider auch oft gebeutelt von Wetterpech. Ich sah nach unserem Auftritt Dan le Sac vs. Scroobius Pip zum ersten mal. Ich war so begeistert, dass ich sie 2011, als sich die Gelegenheit bot, im Stall 6 in Zürich co-veranstaltete. Die freundschaftlichen Verbindungen hielten über die Jahre, Ralf und seine Kumpels kamen immer mal wieder nach Zürich und wir spielten immer mal wieder in Ulm. Toll. 2010 hatten wir dann nochmals einen Auftritt am Obstwiesenfestival. Kurz vor dem erscheinen von „Entweder Saalschutz“. Diesmal hiess es „Audiolith Pferdemarkt“ und Egotronic spielten da auch. Ich spielte Endi und Alex im Auto das Master von Entweder Saalschutz vor (gibts nur noch auf CD hier zu kaufen). An diesem Abend hielt es Kollege Flumroc für eine gute Idee, eine dreiviertel Flasche Pastis pur zu trinken und sich danach auf der Bühne auszuziehen. Kann man ja mal machen. Es war eine interessante Erfahrung für alle Anwesenden. Mein letzter Kontakt mit dem Obstwiesenfestival war 2012, da durfte ich nach Reptile Youth auflegen und anderntags mit den netten Herren von Palkomuski zurück nach Zürich fahren.

Fazit 4: Kommt alle ans 24. Obstwiesenfestival am nächsten Wochenende, 22.-24.8. Es lohnt sich! Wir spielen am Samstag nach den fantastischen Schlachthofbronx

Wir spielen da natürlich viele Songs unserer aktuellen Platte „Saalschutz Nichtsnutz“. Kaufen kann man die hier, im Moment noch als Doppel-Vinyl und als Doppel-CD. Ich kann leider gerade nicht sagen, ob wir noch welche auf Lager haben für Verkauf vor Ort. Ihr kennt ja jetzt das Archivar-Problem.

Also dann, bis bald! Euer DJ MTDF

Und damit der Text keine Bleiwüste bleibt, hier noch ein Symbolbild (von unserem Auftritt in der Eden Bar, 2007):


5 Antworten auf „OBSTWIESENFESTIVAL – ZWISCHEN LOBESHYMNE UND ERLEBNISBERICHT“


  1. 1 seppl 19. August 2013 um 20:22 Uhr

    Schön geschrieben!
    Gruß aus Ulm

  2. 2 Administrator 19. August 2013 um 20:54 Uhr

    danke, freut mich :)

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